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beim Deutschen Roten Kreuz!

125 Jahre Ortsverein Buxtehude

 

Die Entstehung des Roten Kreuzes in Buxtehude ist eng mit der Gründung des Roten Kreuzes in Europa verbunden. Nachdem im Jahre 1859, nach der Schlacht von Solferino, Henri Dunant die Idee des Roten Kreuzes entwickelte und in die Tat umsetzte, rief wenig später der Deutsche Kriegerbund seine Mitglieder auf, sich für den Dienst in der freiwilligen Krankenpflege zur Verfügung zu stellen. Beim Kriegerverein in Buxtehude fand dieser Gedanke begeisterte Anhänger. So konnte am 11. Juni 1887 mit 15 Kameraden die "Kriegersanitätskolonne vom Roten Kreuz in Buxtehude" gegründet werden. Diese Sanitätskolonne war die drittälteste in der Provinz Hannover und sie ist der Ursprung unseres Ortsvereins. Zunächst waren die Helfer lediglich durch Armbinden gekennzeichnet.

 

Im Jahre 1912 zählte man bereits über 20 Mitglieder. die inzwischen auch Uniformen des Roten Kreuzes trugen. Ausrüstung und  Sanitätsmaterial war der Zeit entsprechend einfach, Verbandspäckchen, Krankentragen und Feldflaschen mussten zur Hilfe genügen, Damals schon wurden große Übungen mit benachbarten Sanitätsbereitschaften durchgeführt, wie aus alten Bildern hervorgeht. Frauen waren zu dieser Zeit im Rahmen des "Vaterländischen Frauenvereins" für die Idee des Roten Kreuzes tätig. Im ersten Weltkrieg waren mehrere Helferinnen als Schwestern in Feldlazaretten im Einsatz.

 

Erst am 9. Oktober 1947 fand auf Veranlassung des damaligen Bürgermeisters die Gründungsversammlung des Ortsvereins Buxtehude des DRK statt. Hauptaufgabengebiet zu dieser Zeit war der Sanitätsdienst, die weiblichen Bereitschaftsmitglieder waren außerdem zum Teil als Schwesternhelferinnen im Krankenhaus tätig. 1953 verfügte das Rote Kreuz in Buxtehude über ca. 40 aktive Mitglieder und über eine Jugendgruppe, deren Stärke schwankte. Es wurde jetzt auch verstärkt auf die Gewinnung von fördernden Mitgliedern Wert gelegt, um eine finanzielle Basis für die Arbeit zu schaffen.

 

Nachdem 1956 der Krankentransport dem Roten Kreuz übertragen wurde, beteiligten sich die Helfer auch in diesem Bereich regelmäßig. Während der Sturmflut 1962 kam es wohl zu der größten Bewährungsprobe des Buxtehuder Roten Kreuzes, als an mehreren Stellen der Elbdeich brach und die Wassermassen sich in die Marschgebiete ergossen.

 

Mache Mitglieder des Roten Kreuzes waren im Einsatz, um Menschen zu evakuieren. Die Betroffenen wurden in Schulen untergebracht und dort vom Roten Kreuz verpflegt und betreut. Zur Linderung der Not wurde zu Geld- und Kleiderspenden aufgerufen, auch Möbel und andere Sachspenden konnten vermittelt werden. Um die Verpflegung der Evakuierten und die Einsatzkräfte zu erstellen, war eine große Anzahl von Feldküchen im Einsatz. Da die eigenen Mittel nicht ausreichten, unterstützten der Landesverband und das Präsidium des DRK die einheimischen Helfer.

 

Wohl als Folge der Flutkatastrophe 1962 wuchs die Bereitschaft in den darauffolgenden Jahren zu beachtlicher Stärke an. 1966 bestand sie aus einem Sanitätszug, einem Fernmeldezug (zusammen über 30 Helfer) und einer weiblichen Bereitschaft mit 25 Helferinnen. Hinzu kam noch ein Reservezug mit  20 ehemaligen Aktiven. Materialien und Fahrzeuge des Buxtehuder Ortsvereins waren in einem Haus am Ostmoorweg untergebracht. Zu dieser Zeit wurde übrigens der Grundstein für weitere erfolgreiche Arbeit des Roten Kreuzes in Buxtehude gelegt. Eine Lehrerin an der Schule am Stieglitzweg, engagierte sich stark für das Jugendrotkreuz (JRK) und konnte im Rahmen ihrer schulischen Tätigkeit viele Jugendliche für das Rote Kreuz gewinnen. Eine ganze Reihe der heute aktiven Helferinnen und Helfer entstammen dem JRK.

 

Probleme gab es mit der Unterbringung der Bereitschaft und der Ausrüstung. Das Haus am Ostmoorweg konnte aufgrund des Zustandes nicht mehr benutzt werden. 1974 ergab sich dann die Möglichkeit, ein Haus an der Hauptstraße, direkt an der Schranke zu beziehen. Allerdings war diese Unterbringung nur eine Zwischenlösung, denn schon damals war die sogenannte Spange zur Umgehung des Bahnüberganges in Planung. Der neue Vorstand kümmerte sich intensiv um eine geeignete Unterkunft, aber alle Bemühungen waren zunächst erfolglos. Trotz der widrigen Umstände waren die Bereitschaft und das Jugendrotkreuz mit ihren fast 50 Mitgliedern  in dieser Zeit sehr aktiv. Die Bereitschaft wurde als sogenannter Betreuungszug in den Katastrophenschutz einbezogen.

 

Nachdem es Probleme mit der Unterbringung der Bereitschaft und der Ausrüstung gab, konnte der DRK Kreisverband Stade 1982 ein Grundstück auf dem ehemaligen Gelände der Lederfabrik an der Bleicherstrasse erwerben.. Zusätzlich zu dem bereits vorhandenen Gebäude wurde ein Neubau errichtet, so dass ausreichende Räume und Garagen zur Verfügung standen. In den Gebäuden waren zunächst der Rettungsdienst und der Ortsverein untergebracht. Durch die neuen Räumlichkeiten ergab sich die Basis für weitere intensive Arbeit des Roten Kreuzes in Buxtehude. Intensiver Werbung war es zu verdanken, dass die Zahl der fördernden Mitglieder auf 1.400 anstieg.

 

Die Wende 1990 brachte für den DRK OV Buxtehude neue Aufgaben und Möglichkeiten. Dies begann 1989 bei der Betreuung von DDR-Flüchtlingen, die im damaligen Birkel-Verwaltungsgebäude untergebracht und über Monate vom DRK versorgt und unterstütz wurden. Nach der Wende wurde die Partnerschaft mit dem  DRK Ortsverein Ribnitz-Damgarten, Partnerstadt von Buxtehude, schnell ins Leben gerufen und besteht inzwischen über 20 Jahre. Gegenseitige Besuche und Aktivitäten, sogar Jugendferienfahrten des  Jugendrotkreuzes fanden statt.

 

Die humanitären Schwierigkeiten  in der ehemaligen UdSSR nach der Wende, veranlasste den DRK OV Buxtehude 1991 zu einem der größten Hilfsprojekte seiner Geschichte. Über mehrere Jahre organisierte der Ortsverein Hilfstransporte in die Weißrussische Stadt Brest. Mehrere LKW und Anhänger mit Hilfsgütern wurden gemeinsam mit dem Weißrussischen Roten Kreuz an die Bevölkerung verteilt.

 

Als der Rettungsdienst 1995 in die neue Rettungswache direkt am Krankenhaus umzog, gab es am Standort in der Bleicherstrasse ausreichend Platz für den weiteren Ausbau der Bereitschaftsarbeit. So wurden für den Katastrophenschutz weitere Fahrzeuge und Materialien ( z.B. Zelte, Feldkochherde, etc...) vorgehalten.

Im Jahr 2000 wurde gemeinsam mit dem DRK Kreisverband Stade eine große Baumaßnahme am DRK Haus eingeleitet. Im ehemaligen Innenhof entstand ein Anbau. Dieser beherbergt seitdem im Erdgeschoss die Kleiderkammer. Im Obergeschoss wurde ein neuer Versammlungs- und Ausbildungsraum geschaffen.

 

Seit 2003 hat der Ortsverein Buxtehude seine umfangreiche Arbeit stetig verbessern und ausweiten können. So läuft seit 2009 eine Kampagne, um möglichst viele AEDs (Automatische Externe Defibrillatoren) in Buxtehude flächendeckend aufzustellen .

Bisher konnten bereits über 20 Geräte öffentlich zugänglich installiert werden.

Die Arbeit des DRK Ortsverein wäre ohne die engagierte Mitarbeit der freiwilligen Helferinnen und Helfer in den einzelnen Gruppen nicht möglich.

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